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       Die
Gemeinde Westerholz


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Blick nach DänemarkDie Gemeinde Westerholz liegt am nord-östlichen Rand des Amtes Langballig direkt an der Flensburger Förde  und ist verkehrsgünstig über die Bundesstrasse 199 - die Verkehrsachse Flensburg-Kappeln - und die Kreisstraße 97 zu erreichen.
Bereits um 1900 wurde Westerholz zu einem gern besuchten Urlaubsort und begehrten Ruhesitz für Ruheständler.
"Hier möchte ich das beschauliche Landleben genießen", hatte der bekannte Heimatdichter Georg Asmussen vor neunzig Jahren geschrieben und eine Villa  in Westerholz als seinen Alterssitz gebaut.
Ein Jahr später zog es auch einen Freund Asmussens, den Industriellen Steidtmann aus Hamburg nach Westerholz. Er baute auf dem Grundstück neben Asmussen ebenfalls eine Villa.
    

Strand Westerholz
Das Dorf am Rand der Welt wurde von der "Welt" erschlossen!
Westerholz "auf dem Balkon zur Förde" hat sich die dörfliche Idylle weitgehend bewahrt. Wie seit rund 130 Jahren beherrscht die Windmühle "Steinadler" weithin sichtbar die Westerholzer Höhe, reetgedeckte Bauernhöfe prägen noch immer das Ortsbild und wer die dörfliche Ruhe oder Erholung sucht, findet sie in dem staatlich anerkannten Erholungsort.
Rad- und Wanderwege führen durch eine noch weitgehend un-berührte Naturlandschaft. Das benachbarte Landschafts-schutzgebiet "Tal der Langballigau", eine Strandpromenade und ein kinderfreundlicher Badestrand, der einzige bewachte im ganzen Amt Langballig, sind die Pfunde, mit denen der Ferienort Westerholz wuchern kann.
 
Bis zum zweiten Weltkrieg war das verträumte Dorf an der Förde noch ein "Geheimtip" für ruhesuchende Feriengäste. Erst nach dem Krieg hat sich Westerholz dem Tourismus voll erschlossen. Sommersiedlungen wurden gebaut - die Ferienhaussiedlung Sonnholm ist heute ein beliebter Alterssitz für Pensionäre -, zwei Campingplätze direkt am Fördeufer eingerichtet und auch in den zur Gemeinde gehörenden Splittersiedlungen und Einzelgehöften findet man ein reiches Angebot an Ferienwohnungen und Ferienzimmern.
 
Windmühle SteinadlerEnde der neunziger Jahre wurde die Windmühle "Steinadler" renoviert. Die Mühle und das darin befindliche Landgasthaus "Westerholz-Mühle" sind ein beliebtes Ausflugsziel und durch die Fernsehserie "Der Landarzt" bundesweit bekannt. Das in direkter Nachbarschaft gebaute "Hotel im Grünen" ergänzt sinnvoll das Zimmerangebot.
 

Die Ortschaft Westerholz ist erst im 18. Jahrhundert entstanden. Der Ortsname leitet sich ab von den im Westen gelegenen Waldungen des Maierhofes Grünberg des Gutes Lundsgaard/Grundhof. Das Gut wurde 1787 parzelliert, und Bauernsöhne der näheren Umgebung erwarben diese und bauten im Jahre 1788 die ersten Bauernhöfe auf. Heute sind von den ehemaligen Wäldern nur mehr kleine Waldstücke übrig. Erste Aufforstungen an der Küste (8 ha) sollen wieder ein Stück ursprünglichen Waldbestandes zurückgeben.
 
Die Ortschaft Dollerupholz hat ihren Namen von den Dolleruper Bauern, die hier ihren Wald, "ihr Holz", hatten. Urkundlich wird Dollerupholz erstmalig 1607 erwähnt. 1750 hatte Dollerupholz schon eine eigene Schule (gegenüber der Einfahrt Hafflücke gelegen), die 1801 in die Ortschaft Osterholz verlegt wurde. Dollerupholz und Westerholz wirkten hier erstmals gemeinsam. Erreichen konnte man die Schule von Dollerupholz her allerdings nur über einen Fußweg. Erst später wurde ein Fahrweg gebaut.
 
1875 bauten die Dollerupholzer und Osterholzer eine Meierei, die später auch eine(n) Hökerei/Kolonialwarenhandel beherbergte. 1953 wurde sie geschlossen. In den 60er Jahren erlebte das Gebäude nochmals eine zentrale Bedeutung als Gaststätte "Zur Steilküste"! Leider wurde sie nach rd. 10 Jahren Betriebszeit geschlossen.
Vorher war die Gaststätte und Hökerei "Kiekut" Mittelpunkt der Gemeinde. Ende der 50er Jahre musste sie geschlossen werden.
Die Ortschaften Westerholz und Dollerupholz erhielten erst mit der preußischen Verwaltungsreform 1867 den Status einer selbständigen Gemeinde.

Bis 1961 waren die Dörfer Standorte für Ziegeleien. Das Ziegelgut der letzten in Betrieb befindlichen Ziegelei (heute Sonnholm) wurde mit Loren auf eine Verlandebrücke in der Förde transportiert und auf spezielle Schiffe verladen. Ab den 50er Jahren wurden die Produkte mit Lastwagen auf dem Landwege abtransportiert. Auf Initiative Arne Aabenhus, eines nordschleswigschen Künstlers, wird mit dem Denkmal "Teglsegl" (Ziegelsegel) der schwedischen Künstlerin Ulla Viotti am Westerholzer Fördeufer an die Zeit der Ziegeleien und der Ziegeltransporte rund um die Förde erinnert.
 
Neben der Ziegelei hatte Westerholz noch weitere Gewerbeeinrichtungen: 1910 entstand die Mosterei Steidtmann, die bis 1960 zeitweilig bis zu 20 Personen beschäftigte. Um den Betrieb als Betrieb zu erhalten, wandelten die Besitzer die Mosterei in einen Borstenwaschbetrieb um. Hier wurden Schweineborsten und Kuhschwanzenden (Quasten) gewaschen, um sie dann an Bürstenhersteller zu verkaufen. Als auch diese Umstrukturierung keinen betriebswirtschaftlichen Erfolg hatte, entstand eine Hähnchenmastanlage. Auch diese konnte nur kurz produzieren. Die Betriebsgebäude wurden abgerissen.
Eine Bürstenbinderei hielt sich bis 1962 in Westerholz. Nach dem Krieg, bis Anfang der 50er Jahre, beschäftigte dieser Betrieb bis zu 12 Arbeitskräfte, später war nur noch der Betriebseigner Arbeitskraft, Vertriebs- und Verkaufschef. Die Produktion verlagerte sich in die Küche des Unternehmers. Die Produkte waren von außerordentlicher Qualität: Bis heute finden sich in einigen Haushalten noch Bürsten aus der Produktion der Bürstenbinderei August Osmann.
 
Mittelpunkt war bis zur Aufgabe der Gastwirtschaft der Westerholz-Krug. Mitten im Dorf an der wichtigsten Kreuzung gelegen, war er 2 Jahrhunderte Treffpunkt der Bewohner Westerholz´.
 
Das heutige Westerholz ist das Ergebnis einer Gebietsreform von 1971. Dollerupholz mit Kiekut, Hörreberg, Poseby, Seeklüft und Sponbrück und die Gemeinde Westerholz mit Grünberg, Knös, Osterholz, Unewattholz und Sonnholm schlossen sich zu einer Gemeinde zusammen. Westerholz ist mit rund 650 Einwohnern eine kleine Kommune, die kein nennenswertes Gewerbe beherbergt. Die Gemeinde setzt auf Tourismus, ihre einzige Einnahmequelle und sie investiert nicht nur jedes Jahr eine fünfstellige Summe in die Pflege der Wanderwege und des Badestrandes, sondern verwendet jeden übrigen Euro, um das Dorf noch attraktiver für den Tourismus zu gestalten. Der Umbau der schnurgerade durch das Dorf verlaufenden Kreisstraße ist eine als vordringlich eingestufte Verschönerung der "Seele des Dorfes", so der Bürgermeister. Diese scheiterte aber bisher an den nötigen Finanzmitteln.
  
In den letzten Jahren hat die Gemeinde zwei Neubaugebiete in attraktiver Lage erschlossen. Der Bescheid der Landesplanung, Westerholz könne als kleine Gemeinde ohne zentralörtliche und Dienstleistungsfunktion das geplante Seniorenwohn- und Pflegeheim nicht bauen, war für die Gemeinde ein herber Rückschlag. Das ruhige und auf Erholung ausgerichtete Dorf schien für Senioren bestens geeignet, zumal das benachbarte Langballig alle Dienstleistungen vorhält.
 
Das kulturelle Leben in der Gemeinde wird in erster Linie von der Chorgemeinschaft Dollerupholz-Westerholz, ein gemischter Chor und den Freiwilligen Feuerwehren Westerholz und Dollerupholz-Nordballig getragen. Tagungsort für die Gemeindevertretung und Versammlungs- und Veranstaltungsort für die Bürger des Dorfes ist der neue Saal, der mit Beteiligung der Gemeinde an den Landgasthof "Westerholz-Mühle" im Jahre 2000 angebaut wurde.

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